Amazon Attribution: Kundenerlebnisse außerhalb von Amazon

Bei Sellern und Vendoren, die auf Amazon verkaufen, ist es sehr beliebt geworden, Besucher außerhalb von Amazon auf die eigenen Produkte und die eigene Marke aufmerksam zu machen. Das steigert nicht nur die Verkaufszahlen, auch die Zielgruppe wird effektiv erweitert.

Das einzige Problem: die Messbarkeit. Viele der akquirierten Besucher, die von außerhalb auf die Amazon-Seite kommen, und die daraus resultierenden Käufe lassen sich häufig nicht richtig analysieren. Doch für viele Verkäufer ist genau die Erhebung solcher Daten und deren Analyse ein wichtiger Faktor.

Aus diesem Grund präsentiert Amazon ein neues Tool: „Amazon Attribution“ nennt es sich. Es bietet die Möglichkeit, diese Analysen vorzunehmen. Das Ziel des Tools ist es, Verkäufern zu helfen, externe Traffic-Quellen effektiv und sinnvoll nutzen zu können.

Nach der Einführung in den USA ist das Tool seit kürzester Zeit auch in verschiedenen Ländern in Europa verfügbar. Auch Deutschland kann sich zu den Ländern zählen, in denen man mit Amazon Attribution arbeiten kann. Unsere Amazon Agentur erklärt Ihnen nachfolgend, welche Vorteile es für Sie als Werbetreibender mit sich bringt und wie Sie es einsetzen können, damit Sie bestmögliche Ergebnisse daraus ziehen.

Amazon Attribution

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Was ist Amazon Attribution?

Das Tool zeigt Ihnen als Amazonseller an, ob ein Kunde nach dem Klick auf eine Werbeanzeige, die extern geschalten wurde, eine Aktion durchgeführt oder einen Kauf auf Amazon getätigt hat. Es funktioniert auf der Basis von sogenannten Tags. Tags beschreiben Erweiterungen der linkgebenden URL. Auf diese Weise ist es Amazon möglich, zu ermitteln, von wo ein potenzieller Kunde auf Amazon gelangt.

Amazon Attribution bietet Anzeigenanalysen und Berichte, welche Werbetreibenden einen Einblick in die Auswirkungen ihrer Out-of-Amazon-Marketingkanäle auf E-Mail-Marketingaktivitäten, soziale Medien, Videos und Display-Anzeigen auswirkt. Mit diesen Erkenntnissen können Sie neue Wege finden, um Ihr Geschäft bei Amazon auszubauen, indem Sie die Kundenerlebnisse außerhalb von Amazon optimieren. Man kann die Funktionsweise von Amazon Attribution grob in drei Hauptbestandteile aufgliedern: Bewerten, optimieren und Planen.

Bewerten: Sie erfahren mehr über die Auswirkungen Ihrer digitalen Multi-Channel-Marketingaktivitäten. Beispielsweise werden hier Informationen darüber erhoben, ob potenzielle Kunden eher auf Facebook Ads oder Google Ads anspringen. So sehen Sie, welche Advertising-Kanäle beliebt oder eher unbeliebt sind.

Optimieren: Mit den erworbenen Kenntnissen können Sie Ihre Kampagnen während der Ausführung mit On-Demand-Anzeigenanalysen verbessern, um die Wirkung und Effizienz Ihrer Anzeigen zu maximieren. Durch Zielgruppenstrategien können Sie die Ergebnisse Ihrer digitalen Kampagnen verbessern. Durch On-Demand Attribution Reporting werden Sie zusätzlich mit einer Audience-Strategie, die zu Ihren Produkten passt, unterstützt.

Planen: Durch Beobachtung und Erfahrung ermitteln Sie, welche Ihrer Strategien zur Maximierung Ihres Return on Investment beitragen. Auf dieser Basis können Sie zukünftige Marketingpläne erstellen, welche gewinnbringend sind.

Welche Medientypen können Sie mit Amazon Attribution analysieren? Medien, die zu Amazon Advertising gehören, wie beispielsweise Suchanzeigen, Anzeigen in sozialen Medien, Disyplay-Anzeigen, Video-Anzeigen und E-Mail-Marketing werden nicht bewertet.

Zu den wichtigsten Statistiken, die bei Amazon Attribution verfügbar sind, zählen standardmäßige Traffic-Statistiken, welche auch Impressions und Klicks beinhalten. Außerdem werden Statistiken über Amazon-Conversion erstellt. Diese beinhalten Detailseitenaufrufe, Hinzufügen von Artikeln in den Einkaufswagen und auch Käufe, die abgeschlossen werden. Über diese Berichte können Sie als Nutzer von Amazon Attribution unter „herunterladbare Berichte“ oder in der Konsole verfügen.

Wer nutzt Amazon Attribution?

Amazon Attribution steht derzeit professionellen Verkäufern zur Verfügung, die sich im Amazon-Markenregister befinden. Außerdem haben Verkäufern und Agenturen mit Kunden Zugriff, die Produkte bei Amazon verkaufen. Vorläufig war das Tool erst in den USA und in Großbritannien verfügbar. Doch nun wurde es auch in anderen Ländern - unter anderem Deutschland - ausgerollt. Dazu jedoch später noch mehr. Um auf die von Amazon Attribution erzeugten Berichte nutzen zu können, müssen berechtigte Verkäufer und Händler einfach über die Self-Service-Konsole oder über Tool-Anbieter, die in die Amazon Advertising API integriert sind, darauf zugreifen.

Derzeit ist die Nutzung noch kostenlos, für die Teilnahme an Amazon Attribution müssen Sie als Werbetreibender daher kein Budget planen. Wenn Sie weitere Benutzer einladen möchten, beispielsweise Ihre Agenturpartner, ist dies bei Amazon Attribution auch möglich. Sie können hierzu direkt in der Konsole eine Berechtigung für den gewünschten Nutzer erteilen. Gehen Sie hierzu in der Konsole von Amazon Attribution auf „Verwalten“, welches sich in der oberen Navigationsleiste befindet, und anschließend auf „Benutzerverwaltung“. Hier ist es möglich, Benutzer hinzuzufügen und damit einzuladen.

Wie verwenden Sie als Werbetreibende Amazon Attribution?

Wenn Sie als Werbetreibender Amazon Attribution sinnvoll einsetzen, kann Ihnen das helfen, dass mehr Kunden Ihre Produkte entdecken. Zudem können sie über mehr Touchpoints mit Ihrer Marke interagieren. Da allerdings auch einige Kanäle außerhalb von Amazon bestehen, die in der Customer Journey von Bedeutung sind, erhalten Sie auch hierüber einen Überblick. Die Berichte von Amazon Attribution geben Ihnen eine Übersicht darüber, wie diese Kontaktpunkte Kunden dabei helfen, Ihre Produkte bei Amazon außerhalb von Amazon entdecken.

Nutzen Sie diese Analyse- und Werbeeinblicke, um zu wissen, was für Ihre Kunden besonders ansprechend ist, und erhöhen Sie Ihren Markenwert bei Amazon. Wenn Sie Ihre digitale Strategie darauf ausrichten und entsprechende Planungen vornehmen, optimieren Sie sie die Ergebnisse, die Sie mit Ihrer Werbung erzielen möchten.

Amazon Attribution effektiv nutzen

Die digitale Strategie

Mithilfe der Conversion-Metriken von Amazon zur Bewertung der Ergebnisse über mehrere Kanäle hinweg können Sie festhalten, welche Strategien Ihnen außerhalb von Amazon helfen können, damit Sie Ihre Ziele erreichen.

Über Amazon Attribution haben Sie Zugriff auf Full-Funnel-Werbeanalysen. Diese beinhalten Daten zu Klicks, Detailseitenaufrufe, „In den Einkaufswagen hinzufügen“ und Verkaufsdaten. Dadurch begleiten Sie die Analysen von dem Zeitpunkt an, an dem das Produkt dem Kunden ins Bewusstsein gerufen wird, über den Faktor der Berücksichtigung - also ein gewecktes Interesse beim Kunden - bis hin zu einer endgültigen Kaufentscheidung.

Dadurch, dass Sie in Erfahrung bringen, wie Käufer mit Ihrer Marke auf Amazon interagieren, können Sie neue Verkaufschancen entdecken.

Amazon-Konversionsstatistiken geben Ihnen On-Demand-Informationen über Kampagnenergebnisse, während Ihre Kampagnen noch laufen. Da Sie überprüfen können, ob Ihre Marketingkampagnen Ihrer Marke effektiv einen Mehrwert verleihen, ist eine Steigerung Ihres Return on Investment möglich.

Erste Schritte mit Amazon Attribution

Direkt nach der Erstellung Ihres Kontos können Sie sich einloggen und Produkte hinzufügen, für welche Sie eine Analyse der Conversions durchführen lassen möchten. Von dort können Sie auch Tags für weitere Marketingstrategien generieren. Tags können Sie auch in Ihren Suchanzeigen, Anzeigen in sozialen Netzwerken, Display-Anzeigen, Videoanzeigen oder E-Mail-Marketing implementieren.

Anbieter können die Auswirkungen von Google, Facebook und Co. auf ihre Amazon-Verkäufe verfolgen. Welche Art von Werbung steigert den Umsatz tatsächlich und was wird von ihnen verkauft: Hersteller und Markeninhaber, die bei Amazon verkaufen (auch als „Lieferanten“ bezeichnet), können dies in Zukunft mit einem Amazon-Tool messen.

Was beinhaltet Amazon Attribution

Nach einer zweijährigen Vorlaufzeit wurde Amazon Attribution gerade in Deutschland und anderen wichtigen europäischen Märkten eingeführt. In einem Gastkommentar an OMR erläutert Markus Caspari von der Agentur iProspect von Dentsu nicht nur, welche Funktionen das Tool mit sich bringt und in welchen Bereichen noch Verbesserungen notwendig sind. Er erläutert auch die Rolle, die es in der Gesamtstrategie von Amazon spielt und wie Amazon Attribution auf eCommerce-Strategien von Unternehmen angewendet wird und welche Auswirkungen das auf die Budget-Verteilung haben kann.

„Amazon Attribution ist eine Analyse- und Messkonsole, mit der Marken ihre Werbe-Ergebnisse über mehrere Kanäle hinweg verfolgen können“, liest man auf der deutschen Landingpage des neuen Tools, welche vor einigen Tagen aktualisiert wurde.

Amazon Attribution soll Anbietern die Möglichkeit auftun, Messungen anzustellen, die herausstellen, wie sich Suchanzeigen, Social-Media-Anzeigen, Display-Anzeigen, Videoanzeigen und Werbe-E-Mails auf ihren Erfolg bei Amazon auswirken. Aktuell ist es allerdings noch nicht für diejenigen Verkäufer verfügbar, die auf dem Amazon Marketplace verkaufen.

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Markteinführung in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien

Vor zwei Jahren erreichte Amazon Attribution in einem Beta-Test erstmalig die USA und Großbritannien. Seit wenigen Tagen können auch Verkäufer in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Kanada das praktische Tool nutzen. Derzeit ist die Nutzung noch kostenlos, allerdings müssen Interessenten den Zugang über ein Formular beantragen.

In den USA und Großbritannien ist das Tool übrigens auch Sellern - also denjenigen, die auf dem Marktplatz verkaufen - zugänglich. Wie bereits erwähnt sieht es da in Deutschland anders aus: Hier haben nur Vendoren Zugriff auf Amazon Attribution.

Wie funktioniert Amazon Attribution?

Amazon Attribution - klare Vorteile

Bei der Konfiguration des Tools müssen Benutzer auf dem sogenannten Order Level zuerst die Amazon Standard Identification Number (ASIN) auswählen, die sie bewerben und verfolgen möchten. Anschließend erstellen Sie „Tags“ im Tool, die an die Ziel-URLs Ihrer Werbemedien angehängt werden, ähnlich den UTM-Parametern, die Google Analytics zur Verfolgung verwendet.

Was passiert nun, wenn ein Kunde aus einem so vertaggten Werbemittel zur Seite von Amazon gelang? Amazon liest diese Parameter aus. Danach kann die Software das Verhalten des jeweiligen Nutzers messen und dokumentieren. Es prüft nicht nur, ob ein Kunde ein Produkt vom jeweiligen Anbieter kauft, sondern auch, was er bei Nichtkäufen tut. Beispielsweise verfügen Benutzer von Amazon Attribution über eine Vielzahl von Metriken, die ihnen bei der Optimierung ihres Marketings helfen. Das Tool zeigt unter anderem Klickrate (CTR), Produktseitenaufrufe (DPV), Klicks zum Hinzufügen in den Warenkorb (ATC) und andere Metriken an.

Basierend auf den auf diese Weise gesammelten Daten haben die Nutzer des Tools möglicherweise ein anderes Bild von der Effektivität ihrer Werbeaktivitäten. Schließlich können sie zum ersten Mal (Amazon Advertising ausgenommen) die Auswirkungen ihrer Werbeaktivitäten nicht nur auf der eigenen Website, sondern auch auf Amazon messen.

Nachteile von Amazon Attribution

Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Zum Beispiel ergab eine von iProspect USA erstellte Analyse, dass die von Google Ads innerhalb dieser Kampagnen generierte Return-on-Advertising-Spend (ROAS), die in diesen Kampagnen erzeugt wurde, 25 Prozent höher war als die ursprünglich berechnete - basierend auf den Daten von Amazon Attribution.

Darüber hinaus wirkten sich die allgemeine Suche von Google und Google Shopping positiv auf die Anzahl der bei Amazon angesehenen Produktdetailseiten (DPV) aus: 48 Prozent der Klicks von Google hätten später zu DPV-Abrufen geführt. Solche Zahlen und Daten können für jeden Lieferanten von großer Bedeutung sein.

Ein kleiner Nachteil von Amazon Attribution ist, dass sich derzeit nicht die Möglichkeit bietet, den externen Traffic, der über Amazon Attribution verfolgt wird, und den von proprietären Werbeformaten von Amazon erzeugten Traffic miteinander in einen Vergleich zu stellen. Ob diese Funktion allerdings noch in Planung ist, ist bislang unklar. Allerdings war eine solche Deduplizierung von Traffic selbst in den USA und Großbritannien nicht möglich, die das Tool schon viel früher verwenden konnten.

Profitieren Google und Facebook von der Zuordnung von Amazon?

Wenn ein Nutzer auf eine Werbeanzeige, auf die er in Social Media - beispielsweise Facebook - stößt, gelangt er auf die Webseite des Herstellers. Besucht er nun einige Zeit später die Webseite von Amazon und betätigt die Suchfunktion, kann es sein, dass er auf eine Sponsored Products Ad stößt, welche ein eigenes Werbeformat von Amazon ist. Gelangt er nun auf zu einem Produkt, das von demselben Vendor angeboten wird, den er vorher über die Anzeige auf Facebook schon aufgerufen hat, wird das Produkt ja über verschiedene Systeme attributiert. Kommt es zum Kauf, dann wird Amazon Advertising diesen Verkauf für sich reklamieren und weist einen entsprechenden ROAS aus. Allerdings wird Amazon Attribution den Verkauf der Werbeanzeige auf Facebook anrechnen.

Solche Fälle machen es bei der Auswertung etwas schwieriger, klar zu differenzieren. Denn die Zahl der attributierten Verkäufe ist in diesem Szenario plötzlich höher als die tatsächlichen Sales. Daher ist Mitdenken und Fingerspitzengefühl des jeweiligen Kampagnenmanagers gefragt. Trotzdem kann Amazon Attribution sehr nützlich eingesetzt werden und es handelt sich keineswegs um ein hirnloses Tool für Verkäufer. Passt man es nämlich entsprechend an, kann es einen spürbaren Einfluss auf den E-Commerce und den digitalen Werbemarkt haben. Es ist auch nicht undenkbar, dass Google und Facebook kurzfristig von der Zuschreibung von Amazon profitieren werden.

Ein besserer Vergleich zwischen Amazon und seinem eigenen Shop

Wenn Sie das Werbebudget Ihrer Marke zum Beispiel in eine Google Search Ad investieren und in dieser dann die eigene Webseite verlinken, können Sie in den Digital-Analytics-Daten nicht nur Bestellungen oder anderen Aktivitäten nachvollziehen. Mithilfe von Amazon Attribution können Sie auch ermitteln, ob die Besucher später auch ihren Weg auf die Seite von Amazon gefunden haben und dort bestellt haben.

Amazon Attribution funktioniert nämlich nicht nur bei einer direkten Verlinkung auf Amazon - einen sogenannten Link-In. Auch der „Link-Out“, also das Weiterleiten auf eine externe Landingpage, wird hierbei berücksichtigt. Dadurch erhöht sich sowohl der ROAS bei vielen Kanälen als auch die Spendings.

Aber aus welchem Grund entwickelt Amazon ein Tool, das womöglich sogar den Wettbewerber stärken kann? Vermutlich liegt das daran, dass Amazon Attribution die Gesamtplattform auf lange Sicht gesehen stärken kann. Immerhin ist es in Zukunft möglich, dass Unternehmen einen direkten Vergleich dazu haben, wie absatzstark Amazon im Gegensatz zu eigenen Online-Shops funktionieren kann.

Die „Hybrid-Strategie“

Nachdem wir nun eingehend geklärt haben, welche Funktionen das Tool Amazon Attribution mit sich bringt, mag sich der ein oder andere Verkäufer vielleicht denken, dass man doch zuvor schon eigene Zahlen mit denen der Präsenz auf Amazon vergleichen konnte. Es fehlten jedoch vergleichende Daten darüber, wie viel effizienter und rentabler es sein kann, Benutzer des World Wide Web mit Marketingmaßnahmen an den Usability-Champion Amazon zu leiten und nicht zu ihrem eigenen Online-Shop.

Amazon Attribution könnte jetzt eine solche Vergleichbarkeit feststellen, und dies wird wahrscheinlich zeigen, dass die Conversion Rates bei Amazon in vielen Fällen besser sind. Dies könnte zu internen Prioritäten und Marketingbudgets zugunsten von Amazon-Shops und zulasten ihrer eigenen eCommerce-Markenwebsites führen.Viele Marken haben in den letzten 12 Monaten ihre eCommerce- und Direct-to-Customer-Aktivitäten intensiviert. Corona hat diesem Trend einen weiteren bedeutenden Schub gegeben.

Unternehmen haben bisher oft eine duale Strategie verfolgt: Zum einen wollen sie die enorme Reichweite und Umsatzkraft von Amazon nutzen und den Umsatz auf der Plattform steigern. Zum anderen möchten viele ihre weitestgehend ihre Unabhängigkeit von Amazon bewahren und nicht mehr von dem, was absolut notwendig ist, erhöhen. Deshalb sind sie parallel auf die Erweiterung ihres eigenen Online-Shops angewiesen.

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Werden eigene Shops verschwinden?

Bei der Entwicklung mag man sich fragen, ob die Argumente für einen eigenen Online-Shop schwinden. Mit den gerade erläuterten hybriden Strategien (Amazon einerseits und ein eigenes Geschäft auf der anderen Seite) fördern Unternehmen häufig ihre digitalen Marketingbemühungen.

Das stärkt nicht nur die eigenen eCommerce-Aktivitäten außerhalb von Amazon. Sie können damit auch alle Verkehrsquellen in ihrem eigenen Geschäft verfolgen und so auch eine Kapitalrendite, eine Werbungsrendite oder die Kosten für den Verkauf von Werbung berechnen. Nur hier können Sie Marketinginvestitionen mit den von Ihnen erzielten Einnahmen vergleichen, um die Budgetzuweisung und das Kampagnenmanagement im nächsten Schritt zu optimieren. Zusätzlich zu den von Amazon gesponserten Anzeigen wurde die Amazon Demand-Side-Platform (die Plattform, die Kunden zum Kauf von Werbung bei Amazon verwenden) verwendet, um den Umsatz bei Amazon zu steigern, da es einen „Closed Loop“ (Investition vs. Produktion) gibt.

Soziale Medien und Suchanfragen sowie Video- oder Displaykampagnen, die nicht mit Amazon DSP gekauft wurden, sind im Allgemeinen nicht mit Amazon verbunden, da der Erfolgsdruck und die Rechtfertigung für die meisten Marketingmanager zu hoch sind. Sie können die Korrelationsanalyse nur verwenden, um zu ermitteln, wie sich Amazon-Verkäufe verhalten, wenn bestimmte Werbeaktivitäten ein- und ausgeschaltet werden. Die Ausnahme sind manchmal Kampagnen zur Optimierung von Amazon SEO-Rankings, die direkt mit Amazon verknüpft sind. Aufgrund der weit verbreiteten Einführung der Amazon-Zuordnung verlor Amazon DSP auf den ersten Blick eine einzige Verkaufsstelle, da andere Traffic-Quellen wie Google oder Facebook jetzt mit der gleichen Genauigkeit wie das eigene Produkt von Amazon verfolgt werden können.

Amazon scheint dazu bereit zu sein, diesen USP aufzugeben, da die Vorteile aus Sicht von Amazon die Nachteile überkompensieren. Einerseits profitiert Amazon DSP indirekt von der Verknüpfung von Werbemitteln außerhalb von Amazon mit Amazon-Produktseiten, da dies die potenzielle Retargeting-Gruppe erhöht. Werbetreibende können auch Überschneidungsberichte zwischen Social-Media-Traffic und Amazon-Targeting erstellen und diese Erkenntnisse für Kampagnen nutzen.

Mittelfristig werden sich einige Unternehmen fragen, warum sie nicht sofort im Amazon-Ökosystem bleiben, wenn der Traffic unabhängig davon, wo er gekauft und verknüpft wurde, zu Verkäufen bei Amazon führt.

Andere Einzelhändler unter Druck

In vielen Fällen erhält ein Markenhersteller, der einem Online-Händler einen Werbekostenzuschuss (WKZ) für eine digitale Werbeaktion zahlt, keine vollständige Transparenz hinsichtlich der inkrementellen Zusatzverkäufe. In einigen Fällen können Hersteller möglicherweise nicht überprüfen, was sie im Gegenzug für ihre WKZ erhalten, außer eine Werbeanzeige des Einzelhändlers. Eine detaillierte Berichterstattung ist nicht immer der Standard. In Sachen Transparenz kann Amazon hier vorteilhaft sein und zusätzlichen Druck auf die WKZ-Budgets anderer Einzelhändler ausüben. Dadurch könnten sich diese oder andere Anbieter von Einzelhandelsmedien dazu gezwungen fühlen, das Tracken von externem Traffic zu ermöglichen.

Übrigens verwendet Google „Shopping-Kampagnen mit Partnern“, Facebook mit den „Collaborative Ads“ und auch Criteo entwickelt Werbelösungen, mit denen sie versuchen, dieses Dilemma der Hersteller zu lösen. Und selbst wenn Anbieter ihre Budgets erst einmal nur in Werbung über Google und Facebook investieren, muss auch dies für Amazon nicht unbedingt ein Nachteil sein. Dies liegt daran, dass Amazon selbst riesige Summen in Traffic-Akquisition gesteckt hat. Wenn Kunden also in Zukunft noch mehr Traffic kaufen werden, würde der E-Commerce-Riese Amazon sogar Werbekosten sparen. In der Wirtschaft wird dieses Prinzip „Externalisierung interner Kosten“ genannt, und Amazon ist ein Meister in dieser Disziplin.

Fallbeispiel zur Nutzung von Amazon Attribution

Nach der Klärung der wohl wichtigsten Fragen zu dem neuen Tool sollten wir allerdings noch eine wichtige Frage klären: Warum sollten Sie Amazon Attribution nutzen? Wir erläutern die Funktionen und Möglichkeiten anhand praxisnaher Fallbeispiele.

Hundefutter „Premier Nutrition“

Das Fallbeispiel der Marke „Premier Nutrition“, welche Hundefutter produzieren, führt Amazon selbst an, um die praktischen Möglichkeiten von Amazon Attribution herauszustellen. Dieses Unternehmen hat seinen ROI innerhalb von sehr kurzer Zeit vervielfacht. Der Grund dafür war nach der Aussage des Geschäftsführers die Nutzung externer Werbeformen. Durch diese Investitionen wurde die Werbestrategie optimiert und damit der Umsatz gesteigert. Die Case-Study lässt sich natürlich so wie jede andere nicht zu 100% auf jeden anderen Verkäufer umsetzen.

Jeder Fall ist individuell. Trotzdem können dadurch klare Vorteile herausgestellt werden. Der Hauptvorteil, der sich aus Amazon Attribution ergibt, ist deutlich: Verkäufer werben nicht mehr „auf Verdacht“ und verlieren dadurch wertvolle Werbebudgets. Sie können nun genau ermitteln, welche Form der Anzeige die besten Ergebnisse einbringt und welche Traffic-Quellen eher weniger zu den Umsatzzahlen beitragen. Amazon Attribution erhebt Daten, die Aufschluss darüber geben, welche Werbeanzeigen den größten Erfolg und die besten Ergebnisse erzielen.

Die Kampagne „I and love and you“ wurde zusammen mit Amazon Advertising veröffentlicht und hatte zum Ziel, die Markenbotschaft und die Produktlinien der Kategorie „Tiernahrung“ zu verbessern.

Damit die richtige Strategie gefunden werden konnte, hat sich der Tiernahrungshersteller immer dicht an Amazon gehalten, da hier wertvolle Daten und Zahlen zur Kampagne ermittelt werden.

Tiefe Einblicke in die erhobenen Daten, welche zum Beispiel beinhalten, welche Inhalte potenzielle Kunden ansprechen konnten und welche Produkte sich in der Folge einer hohen Beliebtheit erfreuten, konnten dabei helfen, die Marketingstrategie weiterhin zu verbessern. Jede darauffolgende Kampagne blieb bei der eigentlichen Mission, nur die Markenbotschaft wurde etwas abgeändert. „Mit Liebe hergestellte echte, gesunde Tiernahrung“ lautete der neue Slogan irgendwann.

Amazon Attribution SEO

Die Pläne von „I and love and you“

Die Kampagne startete im Jahr 2016. Ein Jahr darauf wurden die Anzeigestrategien ausgeweitet, sodass die Produkte für potenzielle Kunden präsenter wurden und auch die Marke an zunehmender Bekanntheit gewann. Doch wie sah diese Strategie aus?

Zunächst wurde ein Store erstellt. Ein Store ist ein kuratiertes Ziel auf Amazon, welches Marken helfen kann, ihre Botschaft herauszustellen und Kunden anzusprechen. Diese haben die Möglichkeit, das gesamte Produktportfolio der Marke kennenzulernen. Im Store waren also Berichte von Kunden, Videos zu den angebotenen Produkten sowie meistverkaufte Produkte ersichtlich.

Die Sponsored Products-Kampagnenstrategie war die ganze Zeit über aktiviert und zusätzlich zu den zu Beginn festgelegten Kategorie-Keywords wurden Marken-Keywords festgelegt.

Neben Display-Anzeigen auf Amazon wurden auch Werbeanzeigen außerhalb von Amazon über Amazon DSP geschaltet. Über programmatische Display-Anzeigen konnten zudem Käufer erreicht werden, die auf Amazon oder anderen Webseiten und Apps nach gesunder Tiernahrung gesucht haben.

Auch Video-Anzeigen brachten der Marke Erfolg ein. Damals befand sich das Tool noch in der Beta-Phase, doch durch das Ausprobieren unterschiedlicher verfügbarer Optionen konnte der Verkäufer seine Kunden über die Marke informieren und sie direkt zum eigenen Store leiten.

Die Ergebnisse der Kampagne

Doch nun kommen wir zu den Ergebnissen, um die es ja letztendlich geht. Die Kampagne „I and love and you“ konnte ausschließlich positive Ergebnisse erzielen. Das gesamte Marken-Suchvolumen wurde um rund 121% gesteigert. Nach der Kampagne verzeichneten die Gesamtverkäufe der Produkte auf Amazon einen Zuwachs von 250%. Insgesamt 41% der getätigten Käufe konnten mit den Werbeanzeigen in Verbindung gebracht werden. Da dies fast der Hälfte des Absatzes entspricht, sieht man daran deutlich, wie intensiv Amazon Advertising die Verkäufe steigern konnte.

Fazit

Das neue Tool von Amazon beinhaltet einige praktische Funktionen für Verkäufer und liefert hilfreiche Daten und Analysen zur weiteren Planung. Auch wenn es in Deutschland noch nicht lange verfügbar ist, erfreut es sich bereits intensiver Nutzung und kann Ihnen bei der Generierung Ihres Absatzes helfen. Sie erreichen Kunden über verschiedene Kanäle und erzeugen eine für Sie relevante Zielgruppe, was es zu einem mächtigen Amazon Marketing Tool macht.

Vor allem die Analyse von externen Marketingaktionen, die bisher eher schwierig war, wird Verkäufern nun erheblich erleichtert. So können Sie Ihre Strategie und Ihre Ergebnisse überwachen und eventuelle Schwachpunkte feststellen, die Sie in weiteren Schritten nach und nach optimieren können.

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